Deutschland ist größer als viele denken — und vielfältiger als die meisten ahnen.
Wer einmal von Flensburg nach Fürstenfeldbruck oder von Dresden nach Dortmund gefahren ist, weiß: Zwischen der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns und den Alpen Bayerns liegen nicht nur Kilometer, sondern ganze Welten. Märchenlandschaften wie Kiefernwälder, die ins Wasser reichen.
Weinberge, die sich über Flussbiegungen ziehen und im Herbst einen echten Indian Summer zaubern. Mittelgebirge, die im Morgennebel verschwinden. Seen, zum Paddeln und Schwimmen. Und überall dazwischen: Campingplätze in Deutschland. Orte, die niemand so schnell nicht vergisst.
Mecklenburg-Vorpommern — ganz nah am Wasser
Mehr als 2.200 Seen, die längste Küstenlinie eines deutschen Bundeslandes, Rügen, Usedom, die Mecklenburgische Seenplatte. Wer hier campt, wacht morgens auf und muss sich entscheiden: Paddeln oder Steg? Ostsee oder Binnensee? Beides ist möglich — manchmal am selben Tag.
Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern zählen zu den meistgebuchten in ganz Deutschland. Wer im Sommer hierher will, bucht früh. Wer im Mai kommt, hat das Wasser fast für sich allein. Wer im September kommt, genießt oft noch badewarme Seen.
Schleswig-Holstein — zwei Meere, eine Entscheidung
Morgens Nordsee. Abends Ostsee. Wer das einmal erlebt hat, versteht, warum Schleswig-Holstein für viele Camper keine zweite Wahl ist, sondern erste. Camping an der Nordsee bedeutet: Wattenmeer, Wind, Weitblick. Camping an der Ostsee: ruhigeres Wasser, Sandstrände, Förden. Dazwischen Gutshöfe, Knicks, Rapsfelder — und Himmel, so viel Himmel, dass man irgendwann aufhört, ihn zu fotografieren. Zudem: Das Wetter wechselt – an der einen Küste rau und regnerisch, an der anderen sonnig und sanft.
Brandenburg — 3.000 Seen und kaum einer weiß davon
Fast 3.000 erfasste Seen, flache Wege, weite Himmel — und Berlin in unter einer Stunde. Brandenburg ist das am meisten unterschätzte Camping-Bundesland Deutschlands. Doch besser unterschätzt als überbewertet, oder? Wer spontan losfahren will, findet garantiert etwas. Wer ein Wochenende braucht und einfach ankommen möchte – hier geht es ganz ohne Autobahn-Marathon. Die Seen sind ruhig. Die Frösche nicht. Die Abende bleiben lang. Und morgens liegt Nebel auf dem Wasser, den niemand fotografiert hat außer dir.
Bayern — Kulisse, die einen nicht loslässt
Alpen, Allgäu, Chiemsee, Königssee. Bayern ist der Klassiker unter den Camping-Bundesländern — und das aus gutem Grund. Wer morgens aus dem Zelt krabbelt und einen Alpengipfel sieht, braucht keinen weiteren Plan für den Tag. Campingplätze am See in Bayern sind heiß begehrt: Da heißt es am besten früh buchen und die Preise einplanen. Dafür belohnt die Natur mit Eindrücken, die einen nicht mehr loslassen. Und Abende, bei denen die Berge im Licht langsam dunkler werden oder einfach im orangefarbenen Sonnenuntergangslicht anfangen zu glühen. Pluspunkt für Bayern: Hier stimmt die Verpflegung.
Baden-Württemberg & Schwarzwald — wo der Weg zur Dusche nach Kiefernnadeln riecht
Der Schwarzwald ist kein Klischee — er ist ein Versprechen. Dichte Wälder, klare Bäche, Campingplätze, bei denen man abends das Harz im Feuer riecht und morgens nichts hört außer Vogelstimmen. Für Wanderer, Radfahrer und alle, die mit der Natur mehr anfangen können als mit dem Pool. Und falls der Gaskocher mal Pause hat: die badische Küche ist kein schlechter Trost.
Thüringen & Sachsen — landschaftlich erste Liga, preislich entspannt
Laut der PiNCAMP-Preisanalyse 2026 zählen Thüringen und Sachsen zu den günstigsten Camping-Bundesländern in Deutschland. Sie bieten aber Qualität und Kultur, die sich keineswegs verstecken muss. Der Thüringer Wald ebenso wie Städte wie Weimar, Erfurt oder Dresden. Die Sächsische Schweiz mit ihren Sandsteinformationen, die schon Maler wie Caspar David Friedrich fasziniert haben. Wer Natur ohne Aufpreis sucht, schaut hier zuerst. Wer wirkliche Kulturgüter sucht, wird ebenso fündig.
Niedersachsen — zwischen Meer und Bergen
Küste im Norden, Mittelgebirge im Süden. Und dazwischen die Lüneburger Heide: Niedersachen punktet mit Vielfalt. Ob die Ostfriesischen Inseln mit ihren Campingplätzen, die gleich in den Dünen liegen oder der Harz mit seinen dichten Wäldern und vielen Badeseen oder eben der lila Flaum, der im August über der Lüneburger Heide liegt. Dazwischen herrliche Flusslandschaften, perfekt für Radfahrer wie etwa der Weserradweg. Die kleinen Flüsschen locken Paddler – eine wirklich tolle Kombi: Erst ins Boot und dann auf den Platz. Niedersachsen hat viel zu bieten, vor allem für Camper.
Rheinland-Pfalz & Mosel — wo das Lagerfeuer nach Wein riecht
Weinberge, Burgruinen, Flusscamping. Wer abends am Lagerfeuer einen Riesling trinkt und morgens mit Blick auf die Mosel aufwacht, braucht keine weiteren Argumente. Die Eifel dazu — wild, ruhig, unterschätzt. Besonders schön in der Zwischensaison, wenn die Weinlese beginnt, die Luft nach Most riecht und die Campingplätze wieder Luft haben. Perfekt für alle, die Wein lieben und wandern wollen.
Nordrhein-Westfalen & Sauerland — näher als gedacht
Das Sauerland hat Stauseen, dichte Wälder und gut ausgebaute Radwege — und liegt für Millionen Menschen buchstäblich vor der Haustür. Wer nicht weit fahren will und trotzdem Natur braucht, ist hier richtig. Eifel und Bergisches Land ebenfalls einen Blick wert. Camping in NRW ist oft das Wochenende, das man eigentlich nicht geplant hatte — und dann nicht mehr vergisst.
Hessen — der Edersee und die Kunst des Ankommens
Waldreich, ruhig, oft übersehen. Der Edersee gehört zu den schönsten Campinggewässern Mitteldeutschlands — tiefblau, von Hügeln umrahmt, eingebettet in den Nationalpark Kellerwald. Was ihn von anderen Seen unterscheidet: Wenn der Wasserstand sinkt, tauchen historische Ruinen und Brücken aus den Fluten auf — das sogenannte Edersee-Atlantis. Man steht am Ufer und schaut auf versunkene Dörfer. Das ist kein Reiseprospekt — das ist Hessen. Für alle, die nicht bis ans Meer müssen, um dieses Gefühl zu spüren: JUHUU, endlich angekommen.
Sachsen-Anhalt — wo Camping und Kultur sich die Hand geben
Zwischen Harz, Elbe und Saale liegt ein Bundesland, das überrascht. Lutherstädte, Bauhaus-Dessau, die Himmelswege der Saale-Unstrut-Region. Wer morgens aus dem Zelt kommt und abends in Naumburg vor einem romanischen Dom steht, hat Sachsen-Anhalt verstanden. Laut PiNCAMP-Preisanalyse 2026 eines der günstigsten Camping-Bundesländer Deutschlands — bei einer Kulisse, die sich keineswegs verstecken muss. Für Kulturcamper, Neugierige und alle, die Entdecken dem Erholen nicht opfern wollen.
Saarland & Pfalz — klein, aber mit Aussicht
Die Pfalz ist Wein, Wald und Burgenruinen in einem — und der Pfälzerwald liegt direkt vor der Campingtür. Das Saarland ist kompakt, grün und steckt voller Überraschungen: Die Völklinger Hütte, ein ehemaliges Eisenwerk, ist heute UNESCO-Weltkulturerbe — und Bühne für Ausstellungen und Konzerte vor industrieller Kulisse. Wer die Saarschleife von oben sehen will, wandert auf den Baumwipfelpfad — einer der schönsten Aussichtspunkte im Südwesten. Beide Regionen ideal für ein verlängertes Wochenende ohne großen Plan — einfach losfahren, irgendwo ankommen, morgen weitersehen.
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